Ein wesentlicher Bestandteil des Formats war deshalb neben dem praktischen Ausprobieren vor allem der Erfahrungsaustausch. Wie arbeiten Teams mit KI sinnvoll zusammen? Wo entstehen echte Effizienzgewinne? Und an welchen Stellen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt? Die gemeinsame Betrachtung der Ergebnisse hat gezeigt, dass KI in sehr kurzer Zeit beeindruckend viel Code und funktionale Bausteine erzeugen kann – zugleich aber nicht alles, was schnell entsteht, auch automatisch qualitativ überzeugt.
Gerade in der Qualitätssicherung wurde deutlich, wie wichtig der kritische Blick bleibt. Denn die große Menge und das hohe Tempo der generierten Ergebnisse machen es nicht leicht, alles umfassend zu prüfen. Dort, wo eine vertiefte Qualitätssicherung erfolgte, zeigten sich teilweise Redundanzen, nicht immer entsprach der generierte Code dem aktuellen Stand guter Entwicklungspraxis, und auch aus Security-Sicht gab es Aspekte, die hinterfragt werden mussten. Das Fazit war daher nicht schwarz oder weiß, sondern differenziert: Vibecoding eröffnet neue Möglichkeiten und beschleunigt Prozesse, ersetzt aber weder technische Bewertung noch Verantwortung für Qualität, Wartbarkeit und Sicherheit.
IKS-Hackathon
Vibecoding im Testraum ohne Grenzen
KI-gestützte Softwareentwoicklung ist kein Zukunftsthema mehr, sondern gehört für viele Entwickler bereits zum beruflichen Alltag. Mit dem zweiten IKS-Hackathon haben wir deshalb bewusst einen geschützten Rahmen geschaffen, um weitere Erfahrungen zu sammeln, Wissen zu vertiefen und Potenziale wie Grenzen praxisnah auszuloten.
Vom 24.03.2026 bis zum 26.03.2026 haben sich 11 Kolleg*innen bei IKS intensiv mit dem Thema Vibecoding beschäftigt – also der Entwicklung von Anwendungen überwiegend oder maßgeblich mit Hilfe von KI. Da die Meinungen rund um dieses aktuelle Trendthema in der IT durchaus auseinandergehen, war es uns wichtig, einen Rahmen für offenen Erfahrungsaustausch und eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen zu schaffen. Schnell bildeten sich fünf Teams, die sich dem Thema mit unterschiedlichen Herangehensweisen näherten. Während einige zunächst eine Grundstruktur für ihre Webanwendung anlegten und anschließend große Teile generieren ließen, arbeiteten andere Feature für Feature und entwickelten ihre Anwendung Schritt für Schritt. Genau diese unterschiedlichen Ansätze machten den Hackathon besonders wertvoll, weil sie nicht nur verschiedene Arbeitsweisen sichtbar machten, sondern auch eine fundierte Evaluierung der Ergebnisse ermöglichten.
Besonders spannend war dabei die Bandbreite der Perspektiven. Das Meinungsspektrum reichte von „So ganz vertraue ich der KI noch nicht“ bis hin zu „Ich bin überrascht, wie gut das Ergebnis ist“. Genau diese unterschiedlichen Einschätzungen haben den Austausch bereichert und den Hackathon zu einem Format gemacht, das nicht nur Ergebnisse produziert, sondern vor allem gemeinsames Lernen ermöglicht.
Für uns bei IKS war der zweite Hackathon damit mehr als ein technisches Experiment. Wir haben auch Raum für Fragen fernab der Technik geschaffen, die sich Einzelpersonen ebenso wie Unternehmen stellen.
KI-gestützte Softwareentwicklung wird die IT weiter prägen – umso wichtiger ist es, dass wir uns diesen Entwicklungen mit Neugier, kritischem Blick und Freude am gemeinsamen Lernen stellen.
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