Was mich besonders beeindruckt hat, war die Größe der Universität. Mit rund 30.000 Studierenden ist die University of Waterloo deutlich größer als die DHBW Ravensburg. Der Campus wirkte wie eine eigene kleine Stadt. Neben Vorlesungsgebäuden gab es zahlreiche Lernräume, Bibliotheken und Aufenthaltsbereiche, die fast rund um die Uhr genutzt werden konnten. Gerade in den Abendstunden war es völlig normal, dass viele Studierende noch gemeinsam lernten oder an Projekten arbeiteten.
Ein großer Bestandteil des Campuslebens war außerdem das vielfältige Freizeitangebot. Das universitätseigene Fitnessstudio war für alle Studierenden zugänglich und erstreckte sich über drei Etagen. Zusätzlich gab es ein Schwimmbad, eine Kletterhalle, mehrere Indoor-Sportplätze, Beachvolleyballfelder, eine Eishalle sowie ein großes Footballfeld.
Besonders spannend fand ich das sogenannte Intramural-System. Dabei handelt es sich um universitätsinterne Ligen, in denen Studierende in unterschiedlichen Sportarten gegeneinander antreten können. Gemeinsam mit Freunden gründete ich ein Fußballteam und wir traten in der Kategorie Beginner Soccer 6vs6 an. Woche für Woche spielten wir gegen andere Teams, bis wir es tatsächlich in die Playoffs schafften und am Ende im Elfmeterschießen das Finale gewannen. Dieser Sieg war ohne Zweifel eines meiner persönlichen Highlights des Semesters.