Monika Stoll im Interview

Eine Ära geht zu Ende

"Ich werde alles vermissen. Es ist schwer loszulassen."

1989 entschieden Monika Stoll und Wolfgang Schmitt die IKS Gesellschaft für Informations- und Kommunikationssysteme mbH zu gründen. Wolfgang Schmitt zog sich bereits vor einigen Jahren (2007) aus der aktiven Mitarbeit im Unternehmen zurück. Nun hat auch Monika Stoll die Entscheidung getroffen in den Ruhestand zu gehen. Doch bevor die Tür ins Schloss fällt, hat sie nochmal zurück- und auch in die Zukunft geblickt.

Wie kam es eigentlich zu der Firmengründung?

Ich kam damals gerade aus der Elternzeit und arbeitete gemeinsam mit Wolfgang Schmitt im gleichen Softwarehaus. Dann kam der Gedanke auf, dass wir selber ein Unternehmen gründen könnten. Selbst zu entscheiden welche Kunden wir annehmen möchten und mit welchen Mitarbeitern wir arbeiten wollen, das erschien uns einfach der richtige Schritt zu sein.

Hattet ihr von Anfang an den Plan das Unternehmen zu dieser Größenordnung zu bringen?

Wir hatten ganz klar die Vision mehrere Mitarbeiter einzustellen, aber ohne eine wirkliche Vorstellung der Größenordnung. Es war nur klar, dass wir unterschiedliche Entwickler brauchen, um Projekte effektiv umsetzen zu können.

Konntest du dir vorstellen, dass die IKS mal zu dem wird, was sie heute ist?

(Lacht) Nein! Das konnte ich mir damals überhaupt nicht vorstellen. Das hat sich dann über die Jahre einfach so entwickelt und ich finde es großartig.

Es gibt auch immer noch Mitarbeiter, die seit der ersten Stunde dabei sind. Jubiläen von über 20 Jahren Firmenzugehörigkeit werden im Haus nicht selten gefeiert (aktuell natürlich nur in kleinstem Rahmen). Dass Mitarbeiter so lange bei einem Arbeitgeber bleiben ist in den heutigen Zeiten wohl eher die Ausnahme, als die Regel.
Was denkst du woran das liegt?

Wir gehen sehr individuell auf die Mitarbeiter ein und bringen ihnen Wertschätzung entgegen. Das bedeutet, dass wir sie nicht nur entsprechend ihrer Kenntnisse einsetzen, sondern dabei auch immer ihre Interessen mit im Blick haben. Hinzu kommt vielleicht noch der familiäre Aspekt. Wir versuchen z.B. zu allen Feiern auch immer die Familien mit einzubinden.

Ist dir die Entscheidung in den Ruhestand zu gehen schwer gefallen?

Ja! Den passenden Zeitpunkt zu finden ist wirklich schwer. Und die Entscheidung überhaupt zu treffen, war auch sehr schwer.

Was wirst du am meisten vermissen?

Alles eigentlich. Es ist schwer loszulassen. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern und Kollegen wird mir fehlen. Auch den regelmäßigen Austausch mit den Kunden, die ich teils seit Firmengründung betreut habe, werde ich vermissen. Aber ich werde nicht ganz verschwinden. Ich bin weiterhin Gesellschafterin und werde das Unternehmen auch in Zukunft aus der Distanz heraus begleiten. Das wird sicherlich auch spannend und eine ganz neue Erfahrung. Auch wenn ich dann kein Mitspracherecht mehr habe, so werde ich doch beratend zur Seite stehen. Ich werde mich regelmäßig mit der Geschäftsleitung treffen und freue mich darauf.

Zukünftig wird Hartwig Tödter alleiniger Geschäftsführer sein. Thomas Kondring, als Prokurist soll ihn gezielt unterstützen.
Hast du denn ein gutes Gefühl dabei deine Verantwortung an die beiden zu übergeben?

Ja, das auf jeden Fall. Die beiden sind ja auch schon lange dabei.
Hartwig Tödter wird sich um die IT Themen und alle personellen Angelegenheiten kümmern. Während Thomas Kondring sich den kaufmännischen Aufgaben widmet von Buchhaltung bis Controlling. Ich denke, dass die beiden sich gut ergänzen. Hartwig ist und bleibt für die Mitarbeiter der erste Ansprechpartner. Ich selber bin ja eher der zurückhaltende Typ und habe da einen anderen Stil. Hartwigs Art auf die Menschen zuzugehen kommt gut bei den Mitarbeitern an. Ich finde das auch gut und habe vollstes Vertrauen.

Was glaubst du wird die Zukunft für die IKS bringen?

IKS ist ein stabiles Unternehmen und hat sich auf dem Markt etabliert. Es gibt so viele interessante IT Themen, die kommen werden. Die Zeit wird zeigen was sich durchsetzt. Nur eins steht fest: Die IT steht niemals still.

Und was hast du vor mit der vielen freien Zeit?

Da meine Kinder beide weiter weg wohnen und es sehr zeitaufwändig ist sie zu besuchen, werde ich das nun häufiger tun. Auch bleibt jetzt mehr Zeit für Freunde und spontane Aktivitäten.

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Ich möchte mich bedanken bei allen. Denn ohne Mitarbeiter, Kollegen und langjährige Kunden gäbe es die IKS gar nicht. Das ist ein Zusammenspiel von allem. Ich hoffe, dass es genau so weiter geht.

 

Im Namen der gesamten IKS GmbH geht der Dank ebenso an Monika Stoll zurück. Sie hat das Unternehmen und viele Mitarbeiter geprägt. Wir werden sie vermissen, aber wünschen ihr natürlich von Herzen alles erdenklich Gute für die vor ihr liegende Zeit. Auf ein baldiges Wiedersehen.

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