drumdibum

Wie alles begann

In der Ausbildung die erste Anwendung programmieren. Bis heute in stetigem Gebrauch!
Wir schreiben das Jahr 2016. Ich habe vor ein paar Monaten meine Ausbildung bei der IKS gestartet.

 

Die Java-Basics habe ich mir bereits angeeignet. Langsam steige ich tiefer ein, setze mich mit dem Spring-Framework auseinander. Kleine „Wegwerf-Aufgaben“ begleiten meinen Alltag. Dann die Wende: eine Projektidee der IKS soll wieder aufgegriffen werden: drumdibum, dessen Entwicklung vor Jahren aus verschiedensten Gründen auf Eis gelegt wurde.


Das angefangene Projekt soll jedoch nicht weiter, sondern neu entwickelt werden.

Ein Minimum Viable Product (MVP) steht im Vordergrund. Das wird eine Anwendung sein, mit der der beste Termin für ein Event gefunden werden kann. Durch Feedback von Kollegen wird drumdibum dann verbessert und weiterentwickelt. drumdibum wird also agil entwickelt – Scrum ist das Stichwort. Das Team? Sehr übersichtlich: 3 Personen auf der Fachseite, 2 Entwickler, 1 Productowner, 1 Scrummaster. Unterm Strich sind das dann wie viele Personen? Richtig, 3! (Ja, wir haben mehrere Rollen belegt, also nicht ganz Scrum-konform). Startzeitpunkt: September 2016.

Technologisch haben wir uns für Java im Backend entschieden. Im Frontend soll Angular benutzt werden. Einen kurzen AngularJS-Workshop hatten wir bereits absolviert, der sich aber als recht unbrauchbar herausstellte, da wir Angular ab der zweiten Version nutzen – ein ganz anderes Framework. Noch ein Haken: Angular wurde ungefähr zu dem Startzeitpunkt unserer Entwicklung released. Der Entwicklerfreund „Stackoverflow“ wird also keine große Hilfe sein. Die unausgereifte Dokumentation muss helfen.

Deshalb vergehen ein paar Monate Entwicklung, bis das recht schlanke MVP fertig ist. Lokal, auf unseren Rechnern. „Jetzt müssen wir noch schauen, wie wir das für alle im Internet zugänglich machen“ ist die nächste große Hürde. Nach ein wenig Recherche entscheiden wir uns für die Cloud-Plattform Heroku. Ein paar kleine Änderungen am Code und die Anwendung läuft.

Wir schreiben den 3. Mai 2017 11:49 Uhr, als drumdibum das Licht der Welt erblickt.

Während eingeweihte Kollegen bereits Feedback geben, setzen wir uns damit auseinander, wie wir den Deploymentprozess automatisieren können. Jenkins, Github und Heroku stellen sich als sehr kompatibel zueinander heraus. Ein Push auf den richtigen Branch löst jetzt Build, Tests und bei Erfolg sogar ein neues Deployment aus. Wir erstellen eine Testumgebung neben der Produktionsumgebung, um dort Akzeptanztests durchzuführen. Bei einem IKS-Meeting stellen wir unsere gesamte Arbeit den Kollegen vor. Danach häuft sich Feedback aus Ideen und Verbesserungsvorschlägen.

Das nächste Jahr ist durch Zyklen aus dem Erarbeiten von Anforderungen, Planen von Sprints, Entwicklung, Deployment und entgegennehmen von Feedback gezeichnet. Neben Bugfixes und Verbesserung der Usability sind verschiedenste Möglichkeiten zur Konfiguration sowie eine einfache Benutzerverwaltung hinzugekommen.

Auch im Jahr 2022 wird drumdibum noch fleißig für Abstimmungen aller Art genutzt. Die aktuellen Auszubildenden werden sich in den nächsten Monaten der Weiterentwicklung von drumdibum widmen. Das Team wird ähnlich groß sein, dieses Mal werde ich aber weniger entwickeln, sondern die Rollen des Productowners und Scrummasters einnehmen.

Was habe ich aus diesem Projekt mitgenommen? Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung natürlich die Erfahrung in den Programmiersprachen und deren Frameworks. Aber bei der IKS ist das nicht alles. Stichwort DevOps: welche Tools kann ich mir wie zunutze machen? Gelernt habe ich auch, fachliche Anforderungen zu verstehen, den Aufwand für ihre Implementierung zu schätzen und mir ein Bild davon zu machen, wie die technische Umsetzung aussehen wird. Und aus dem Feedback mehr herauszuholen, als zunächst geschrieben oder besprochen wurde.

Wie sich herausstellte, sind das alles Tools und Fähigkeiten, die ich auch heute noch nutze und von denen viele Projekte profitieren.


Die Anwendung ist bis heute im regelmäßigen Einsatz und unter den Mitarbeitenden sehr beliebt. Auch für betriebsfremde Person ist die kostenlose Nutzung möglich. drumdibum

 

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